MARLBORO AM RHEIN Norbert Hornig (Das Orchester 3/2004)
Zum zweiten Mal fand im Januar in Bonn die Rheinische Streicherakademie statt — ein ambitioniertes Projekt zur Förderung junger Musiker im Ensemblespiel
Der Traum von einer Solokarriere — welcher junge Geiger oder Cellist hat ihn noch nicht geträumt? Die Realität sieht in der Regel anders aus. Nach absolviertem Studium bewerben sich die meisten Musiker um eine Orchesterstelle. Aber auch diese sind härter umkämpft als je zuvor. Eine einseitige Fixierung auf das im Probespiel abgefragte Repertoire ist die Folge, oft entscheiden ja wenige Augenblicke über Erfolg oder Misserfolg. Aber sind die Absolventen der Musikhochschulen wirklich gut ausgebildet für das Spiel in Sinfonieorchestern und Kammerensembles? Diese Frage stand, wenn auch unausgesprochen, im Raum, als Ida Bieler, Violinprofessorin an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, Laurentius Bonitz, Orchesterdirektor des Beethoven Orchesters Bonn, und Michael Krause, Leiter der Europäischen Musikakademie Bonn, die 2. Rheinische Streicherakademie 2004 in der Bonner Villa Prieger eröffneten. „Einen Streichernachwuchs heranzubilden , der auch im Ensemblespiel professionell geschult ist", darin sieht Bonitz das Hauptanliegen der Akademie ...(kompletter Artikel )
Tales from the river bank ( the Strad April 2004)
At a large villa on the edge of the Rhine in Bonn, a coachload of students is disembarking. Instrument cases in hand, they traipse into the villa on their way to a long day of rehearsals and concerts that won't be over until the small hours. They are here for the String Academy of the Rhine, a biennial event started in 2002 Virginia-born violinist, Ida Bieler.
'Every school and music college caters for soloists, but chamber music always comes a poor second!' says Bieler, who has set out to do something about it. 'As a young student I was privileged to attend the Marlboro Festival — where I played Beethoven sonatas with Rudolf Serkin — and the Christinas String Seminars in New York. The admittedly unique atmosphere of those places inspired me two years ago to start the academy.'
Based in Germany for over 20 years, Bieler was leader of the Gürzenich Orchestra, Cologne, (only the second woman to hold a similar chair in Germany) during the 1980s before joining the Melos Quartet of Stuttgart as second violin in 1993. At the same time she became a professor at Düsseldorf's Robert Schumann Hochschule. An indefatigably active presence in the region, Bieler has managed to secure logistic and financial help from the regional government and Borin's European Music Academy. ... (kompletter Artikel)
Der Vulkan geht ins Altersheim (Serie "Dozenten der Musikhochschule": Ida Bieler (Violine) Rheinische Post 2001)
Opa sagt immer Geige sei das schwerste Instrument. Hat er Recht? "Oh,. ich habe die anderen Instrumente nicht gelernt lautet augenzwinkernd die Antwort. Meine Erfahrungen sind daher etwas limitiert. Aber die Geige ist ein sehr natürliches Instrument. Logisch, gesanglich, vielseitig"
Ida Bieler liebte die Geige. ... (kompletter Artikel)
Spass mit Klassik Kinderkonzert: Heine-Quartett im Beethoven-Haus (General-Anzeiger Bonn vom 02.03.2010)
Fröhliche Stimmung herrschte beim Kinderkonzert - "Wir bauen ein Quartett" - im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses. Das Heine-Quartett mit Ida Bieler (Violine), Georg Sarkisjan (Violine), Matthias Buchholz (Viola) und Nikolaus Trieb (Violoncello) setzten seine Formation sprichwörtlich zusammen. Ida Bieler intonierte nach einer frischen Begrüßung der Kinder auf ebenso frische Art die Fantasie D-Dur von Georg Philipp Telemann.
Doch alleine musizieren macht doch dann auch mal "traurig". Aus dieser Misere riss sie Georg Sarkisjan heraus, der nur unverständliches Kauderwelsch redete; auf musikalischer Ebene aber verstand man sich bei dem Vortrag von jeweils einem Satz aus einem Duo von Haydn und Bartók vortrefflich. ... (kompletter Artikel)
?Meine Geige hat mich gerettet? (WZ 2010)
Von Sema Kouschkerian
"Meine Geige hat mich gerettet" musik Eine Professorin der Musikhochschule hat ein Geigen−Projekt für
arme Kinder ins Leben gerufen. Von Sema Kouschkerian Ida Bielers Weg in die Musikwelt beginnt mit einer
Leidensgeschichte. Sie ist sieben Jahre alt, da erkrankt sie schwer. Ihre Kindheit ist geprägt von Todesangst,
in der Schule reagieren die Mitschüler grob auf das von Kortison gezeichnete Mädchen. "Meine Geige hat
mich damals gerettet", sagt die 59−Jährige, die mit drei Jahren zu spielen begonnen hat und heute als
Professorin für Violine an der Robert−Schumann−Hochschule lehrt. Ihre persönliche Erfahrung und das
soziale Engagement der Mutter, die ihre Tochter frühzeitig mit der Armut und der Krankheit anderer Kinder
konfrontiert hat, haben Ida Bieler darin bestärkt, in Düsseldorf eine Musikangebot für Kinder aus
finanzschwachen Familien ins Leben zu rufen, das Vivaldi−Projekt. ...(kompletter Artikel)
Wildheit und Schmerz (WAZ 2003)
Eindrucksvolles Konzert auf Zollverein
Zwei Ur-Musikerinnen haben den Weg ins Foyer der Halle 12 auf Zollverein gefunden, deren Temperament
und technische Souveränität die schwerblütigen Werke von Krysztof Penderecki und Anton Dvorak zum Blühen
brachte.
Die Rede ist von der amerikanischen Geigerin Ida Bieler und ihrer Landsmännin, der Pianistin Nina Tichman.
Agnes Wallek, die Organisatorin der Bürgermeisterhaus-Konzerte, die in diesem Jahr wegen Renovierungsarbeiten im
Bürgermeisterhaus die Veranstaltungen auslagern muss, konnte das hochkarätige Gespann verpflichten. ... (kompletter Artikel)
Ironisches vom Teufelsgeiger ( FAZ, 17.06.2000)
"Serenade virtuos" mit dem Ensemble Villa Musica in Mainz
Unter dem Titel "Serenade virtuos" stellte das Ensemble Villa Musica in wechselnden Besetzungen selten zu
hörende Kammermusikwerke von Komponisten vor, die selbst herausragende Instrumentalisten waren. Um
technische Finessen drehte sich das Trio op. 29 von Vincent d'Indy (1851 - 1931) allerdings nicht. Vielmehr war
in der Mainzer Villa Musica ein thematisch dichtes Werk der Romantik zu hören, das von der Stimmführung her
auf große Eigenständigkeit und klanglich auf die Spezifität der drei Instrumente setzte. Besonders in einem
"Divertissement" überschriebenen, burlesken Satz und im Finale zeichnete es sich durch einen verspielten Duktus
ohne virtuoses Blendwerk aus. Kalle Randalu (Klavier), Ulf Rodenhäuser (Klarinette) und Martin Ostertag
(Cello) setzten die bei einer Spieldauer von 40 Minuten allerdings nicht schlackenfreie Komposition kraftvoll und
in weit gezogenen Linien um .... (kompletter Artikel)
Geigenohr -
Das Ensemble "Villa Musica" (FAZ , 14.05.1999)
Béla Bartók und Yehudi Menuhin blieb für ihre gegenseitige Hochachtung als Komponist und Interpret
nur wenig Zeit. Der im amerikanischen Exil bereits von Krankheit gezeichnete Bartók konnte zwar
noch die Uraufführung seiner im Auftrag des jungen Geigenstars komponierten "Sonate für Violine
solo" im November 1944 in New York erleben, die letztgültige Ausgabe des bedeutendsten Werks der
letzten Schaffensperiode Bartóks mußte Menuhin jedoch allein besorgen. Zuvor hatte er mit umjubelten
Aufführungen des Violinkonzerts in den größten Konzertsälen Amerikas eine regelrechte Bartók-Welle
ausgelöst.... (kompletter Artikel)